Eispuppen 2005

Eispuppen

artgames, Ludwig Forum für Internationale Kunst
Ausstellung: 17. Dezember 2005 – 5. März 2006

Spiel und Kunst sind als Parallelwelten zur Realität analoge Welten, die strukturelle Verwandtschaften aufzeigen: Sie haben ihre eigenen Regeln und Gesetze, ihre eigenen Sphären. Sie sind beide autonome Systeme, die der Alltagswelt und ihren bestimmenden Koordinaten von Raum und Zeit ebenso enthoben sind wie deren Maßstäben und Sinnzusammenhängen. Sie sind frei!

Darüber hinaus ist Spiel eine Grundvoraussetzung der Entstehung von Kunst. Dies gilt in besonderem Maße für die zeitgenössische Kunstproduktion, seit die historische Avantgarde mit der experimentellen Erprobung der bildnerischen Mittel die Gattungsgrenzen relativiert und durch Integration neuer Medien erweitert hat.

artgames zeigt 26 aktuelle internationale Positionen, die Analogien zwischen Kunst und Spiel definieren. Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:

Julien Alma/Laurent Hart (F)
Atelier Kompakt (Axel Friedrich/Birgit Brinkmann (D))
Norbert Bayer (D)
Andrea Bender (D)
Flavio Bonetti (I)
Michael Dörner (D)
Stanislaw Drozdz (P)
Elisabeth Ensenberger (D)
Sylvie Fleury (CH)
Peter Fischli/David Weiss (CH)
Mathias Fuchs/Sylvia Eckermann (D,GB)
Beate Geissler/Oliver Sann (D)
Eva Grubinger (A)
SF Invader (F)
Margarete Jahrmann/Max Moswitzer (D)
Christian Jankowski (D)
//////////fur//// art entertainment interfaces Volker Morawe/Tilman Reiff (D)
Mariko Mori (J)
Wolfgang Münch/Kiyoshi Furukawa (D,J)
Peter Niemann (D)
Miguel Angel Rios/Rafael Ortega (USA)
Gerwald Rockenschaub (A)
Rob Scholte (NL)
Roman Signer (CH)
Marion Strunk (CH)

Angel Vergara Santiago (E)

Die Ausstellung präsentiert sich als Erlebnisausstellung insofern als sie in ihrer sinnlichen Ausrichtung Bewusstwerdungsprozesse zu einem wesentlichen Teil über das Erlebte ermöglicht und im spielerisch Experimentellen, im Rollenspiel, in der Interaktion den Künstler als ‚homo ludens’ und den Betrachter als ‚Mitspieler’ zusammenführt.